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  • Feuerwehr-Magazin

    • Gurtmuffel werden zu Todesopfern 18.05.2012 - 13:11:35

      München – 20 Prozent der im Jahr 2010 tödlich verunglückten Autofahrer waren nicht angeschnallt. Ein großer Teil von ihnen hätte überlebt, wären sie vorschriftsmäßig angegurtet gewesen. Das ist die Bilanz einer Studie des Verkehrssicherheitsrates (DVR) zum Sicherheitsgurt, die auf Angaben von zehn der 16 Bundesländer beruht.

      Laut Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ist die Anschnallquote der deutschen Autofahrer mit 98 Prozent bei Fahrer und Beifahrer und mit 97 Prozent der Fondinsassen erfreulich hoch. Die übrigen nicht angeschnallten Autofahrer erhöhen jedoch ihr Risiko, einen Unfall nicht zu überleben, erheblich.

      Kinder innerorts oft nicht gut gesichert

      Kinder unter zwölf Jahren und kleiner als 150 Zentimeter müssen seit 1993 geeignete Rückhalteeinrichtungen nutzen. Die Studie ergab, dass fast 99 Prozent der Kinder unter zwölf Jahren bei Fahrten auf Autobahnen und Landstraßen angeschnallt werden. Bei Fahrten innerorts waren Kinder in fast einem Fünftel der Fälle nicht optimal gesichert.

      Vor dem Hintergrund steigender Verunglücktenzahlen appelliert der ADAC weiterhin, die hohe Schutzwirkung des Gurtes auch bei kurzen Fahrten zu nutzen. Er erhöht die Chance schwere Unfälle zu überleben. Seit 1974 müssen in Deutschland in allen neuen Pkw vorne Gurte eingebaut werden. Seit 1979 ist der Gurt auch auf den Rücksitzen Pflicht. Seit 1986 werden nicht angegurtete Autofahrer zur Kasse gebeten. Derzeit kostet dies 30 Euro.


    • Gebäudebrand: Reetdachhaus nicht zu retten 16.05.2012 - 14:50:24

      Hamburg – Ein historisches Reetdachhaus im Hamburger Stadtteil Altengamme ist am Dienstagnachmittag bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Möglicherweise hatten die Bewohner beim Anheizen eines Ofens versehentlich Funkenflug verursacht. Dadurch könnte sich der vernichtende Großbrand entwickelt haben. Die Bewohner konnten sich unverletzt retten, der Gebäudeschaden beträgt rund 300.000 Euro.

      Die Feuerwehr Hamburg schickte die Löschzüge der Berufsfeuerwehr aus Bergedorf und Billstedt zum Altengammer Hauptdeich. Dazu rückten auch die freiwilligen Wehren aus Altengamme, Curslack, Krauel Warwisch und Fünfhausen an. “Wir mussten zunächst eine lange Schlauchleitung verlegen, um ausreichend Löschwasser einsetzen zu können”, berichtete Feuerwehrsprecher Hendrik Frese gegenüber feuerwehrmagazin.de an der Einsatzstelle. Aus einem ehemaligen Hafen am Elbufer wurde schließlich über drei B-Leitungen Wasser zur Brandstelle gepumpt.

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      Sechs C-Rohre, vier B-Rohre und ein Wenderohr setzten die Feuerwehrleute ein. Frese: “Wegen der starken Rauchentwicklung konnte direkt am Objekt nur unter Atemschutz gearbeitet werden.” Die Rauchsäule zog weithin sichtbar über den Hamburger Osten bis nach Schleswig-Holstein. “Das Feuer fraß sich immer tiefer ins Reet und wütete in den Zimmern des Hauses”, sagte Frese. Die Feuerwehrleute rissen das Reet vom Dach, sägten dazu auch mit einer Multifunktionssäge Sparren und Verstrebungen auf, hatten aber keine Chance, den Brand zu löschen, ehe das gesamte Haus zerstört war.

      Ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude konnte durch den Einsatz verhindert werden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich stundenlang hin. (Text: Timo Jann)

      Feuer in Hamburg-Altengamme: Ein Reetdachhaus brennt. Foto: Timo Jann


    • Falsche Sirenen-Alarme nerven Feuerwehr 16.05.2012 - 11:16:46

      Velpke (NI) – Unbekannte haben in den vergangenen Wochen mehrfach falsche Sirenen-Alarmierungen in der Gemeinde Velpke (Kreis Helmstedt) ausgelöst. In drei Ortschaften seien seit Januar die Feuerwehrleute fälschlicherweise zum Einsatz gerufen worden, berichtet die “Braunschweiger Zeitung”. Die Kameraden sind von dem Missbrauch mehr als genervt.

      Artikel: “Feuerwehrleute im Nordkreis von Fehlalarmen genervt” (Braunschweiger Zeitung, 16. Mai 2012)


    • Personalnot: Fünf Wehren sollen fusionieren 16.05.2012 - 09:41:30

      Neuruppin (BB) – Fünf Feuerwehren sollen in der Stadt Neuruppin (Kreis Ostprignitz-Ruppin) zu einer gemeinsamen Einheit fusionieren. Sozial- und Bauausschuss hätten sich für entsprechende Pläne ausgesprochen, berichtet die “Märkische Allgemeine”. Der Gedanke an eine Zusammenlegung ist aus der Not geboren. Die Wehren würden es nicht mehr schaffen, ausreichend Kameraden im Einsatzfall zusammen zu ziehen – auch dann nicht, wenn sie gleichzeitig als Zug ausrücken. Der angedachte Neubau für eine gemeinsame Wehr stößt auch deshalb auf Kritik – denn ob künftig wenigstens eine Staffel ausrücken kann, ist durch die Fusion keineswegs garantiert.

      Artikel: “Ausschüsse sind für Zusammengehen der Einheiten in Neuruppiner Ortsteilen” (Märkische Allgemeine, 16. Mai 2012)

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    • Magirus liefert erstes 4×4-MLF 15.05.2012 - 19:33:22

      Erbach (BW) – Als erste Feuerwehr in Deutschland erhielt die FF Erbach, Abteilung Ringingen ein Mittleres Löschfahrzeug (MLF) auf einem Iveco Daily 70 C 17 4×4. Das MLF besitzt einen 1.000 Liter fassenden Tank sowie eine Staffelkabine und kann dank seiner zulässigen Gesamtmasse von 7.000 Kilogramm noch mit dem Führerschein Klasse 3 beziehungsweise C1 gefahren werden. Der Allradantrieb stammt aus dem Hause Achleitner.

      Das erste von Iveco Magirus ausgelieferte MLF auf einem Daily 70 C 17 mit Allradantrieb gin an die FF Erbach, Abteilung Ringingen. Foto: Iveco Magirus

      Der kleinste Iveco-Lastkraftwagen Daily hat mit seinem stabilen Leiterrahmen und der zulässigen Gesamtmasse von 7.000 Kilogramm laut Hersteller eine größere Nutzlast als die meisten Frontlenker mit 7,5 Tonnen Gesamtgewicht. In Verbindung mit dem Allradantrieb sowie Differenzialsperren und 170 PS/125 kW Motorleistung kommt die Feuerwehr Ringingen auch bei schlechten Straßenverhältnissen gut voran. Auch beim Aufbau entschieden sich die Verantwortlichen für Magirus. Staffelkabine und Aufbau sind in AluFire-3-Technologie ausgeführt. Rollläden sowie eine heckseitige Klappe verschließen die fünf Geräteräume.

      Die Grundbeladung ergänzten die Planer mit einem tragbaren 8,5-kVA-Stromerzeuger sowie mobile Beleuchtungsgeräte. Ein pneumatisch ausfahrbarer Lichtmast ist mit vier Xenon-Scheinwerfern bestückt. Diese erhalten ihren Strom direkt aus der Bordspannung des Fahrzeugs. Die zweistufige Magirus-Feuerlöschkreiselpumpe kann über das Magirus HMI (Human Machine Interface) mit Farbdisplay gesteuert werden. Durch den klassischen Einbauort im Heck ist sie im Einsatz sowie für Wartungsarbeiten leicht zugänglich.

      Seitlich rechts ist zur schnellen Wasserabgabe eine Schnellangriffshaspel mit 50 Metern S25-Schlauch eingebaut. Weiter ist links und rechts je ein Schnellangriffsverteiler vorhanden. Im Aufbau verlastet sind weiterhin eine Motorsäge, ein Drucklüfter, eine Tauchpumpe, ein Wassersauger, ein Hochdrucklöschgerät High-Press, vier Atemluft-Ersatzflaschen, umfangreiches Absperrmaterial sowie eine Wärmebildkamera, ein Gasspürgerät und eine zusätzliche Standrohr-Ausrüstung Württemberg.

      Das MLF baute Iveco Magirus gemäß der DIN 14530-25 “Löschfahrzeuge – Teil 25: Staffellöschfahrzeug StLF 10/6″. Gemäß dem Normentwurf DIN 14530-25A vom September 2011 soll dieser Fahrzeugtyp in MLF (Mittleres Löschfahrzeug) umbenannt werden. Gründe dafür sind ist in erster Linie die Umstellung der Fahrzeugbezeichnungen für den kommenden Digitalfunk sowie die bessere Sprechbarkeit der Typenbezeichung. (Informationen und Fotos: Iveco Magirus GmbH)


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